Vertrauen als Vermögenswert

Frau Paulsen, in Anbetracht ihrer Entscheidungssituation als Führungskraft über den Umgang mit Herrn Schmeils Situation bei der Arbeit, vertrauen sie und ihr Team darauf, dass niemand den anderen über den Tisch zieht?
Beziehungsweise, inwieweit ist Vertrauen ein Vermögenswert und ein moralisches Argument? 

Aus führungsethischer Sicht benötigt und verdient Vertrauen Investition, ganz besonders im Umgang mit Mitarbeitenden, denn “vertrauen, Glaubwürdigkeit und wechselseitige Verlässlichkeit schwinden, wenn man voneinander annehmen muss, dass der jeweils andere einen über den Tisch zieht, sobald sich die geringste Gelegenheit dazu ergibt, [dann] […] wird […] es […] in vielfältiger Hinsicht – finanziell und menschlich – kostspieliger werden. Genau darin liegt der Vermögenswert von Vertrauen begründet” (Suchanek 2014). 

Auszug aus Suchanek, Andreas (2014). In Vertrauen investieren: Welches Spiel spielen wir?, in: Wirtschaftspsychologie aktuell Nr 4. 25-27. 

*Namen/ Personen/ Unternehmen stammen aus den Fallbeispielen des Projekts Führungsethik. Alle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder mit realen Handlungen sind rein zufällig.